Schon Hippokrates, der als Begründer der Medizin als Wissenschaft gilt, sagte "Eure Nahrung soll Eure Medizin sein und Eure Medizin soll Eure Nahrung sein.

Eine gesunde Ernährung ist für Mensch und Hund nicht nur wichtig für Gesundheit und Vitalität. Sie bestimmt auch Lebensfreude und Lebensqualität. Wie schrecklich muß es sein, wenn man Tag ein Tag aus die gleiche Pampe aus der Dose essen muss? Für uns Menschen ist es selbstverständlich, uns abwechslungsreich und ausgesucht zu ernähren. Das sollten wir auch unseren Lieblingen nicht vorenthalten. Die Rohfütterung wird von den Verfechtern der "Wolfstheorie" gern empfohlen. Jedoch gibt es in unserer heutigen Zeit einige Argumente gegen rohes Fleisch: z.B. kann sich ein Hund durch Aufnahme von rohem Fleisch mit Neospora caninum infizieren, was u.a. auch die Diskussion und Verbote zum Betreten von Futtwerweiden für Rinder ausgelöst hat. Und, daß durch die Massentierhaltung unserer Zeit eine Verbreitung von neuen Krankheiten nicht auszuschließen ist. Im übrigen sind wir der Meinung, daß sich unsere modernen Haushunde genauso vom Wolf unterscheiden, wie wir vom Steinzeitmenschen. In den seltensten Fällen geht ein hungriger Hund auf Beutejagd. Er wird, um sein Überleben zu sichern, eher auf Müllplätze und auf das Betteln beim Menschen zurückgreifen.

So kochen wir für die Hunde, die sich schon bei der Vorbereitung auf Ihr Essen freuen und die Schüsseln nach dem Mahl mehrfach auslecken und sie vergeßen auch nicht, uns mindestens 10 Minuten zu sagen: heute war es aber besonders lecker (was bei Menschen nicht so oft passiert). Dazu kommt, dass besonders in der Rudelhaltung durch ausreichende, leckere Nahrung Konflikte vermieden werden. Das kann auch bei wild lebenden Rudeln beobachtet werden. In guten Futterzeiten sind Rudelmitglieder untereinander deutlich weniger agressiv.

Das Argument, daß Kochen viel Zeit in Anspruch nähme kann nicht gelten. Bei entsprechender Organisation ist der Zeitaufwand gering. Oft hören wir auch, dass es doch hochwertige Futter gibt. Ja. das ist schon richtig. Die kann man allerdings nicht im Supermarkt kaufen und sie sind deutlich teurer als selbst zu kochen. Die meisten Industriefutter sind nicht empfehlenswert. Dazu kommt, dass man bei selbst gekochtem auf die jeweiligen Bedürfnisse und medizinische Notwendigkeiten der einzelnen Hunde viel besser eingehen kann. Wenn z.B. ein Hund zu dick ist, bekommt er deutlich weniger Kohlehydrate und Fett. Dafür mehr Gemüse und Salat oder auch Zwischendurch Gurken, Möhren und Co. anstatt der üblichen Kekse. Außerdem wurde nachgewiesen, daß die Menge der aufgenommenen Nahrung keinen Einfluß auf das Sättigungsgefühl beim Hund hat, sondern die Nahrungsqualität und vor allem die Dauer der Nahrungsaufnahme.

Es gibt sehr viele Kochbücher für Hunde. Aber im Grunde braucht man das wirklich nicht. Allerings muß man sich, um dem Hund eine wirklich artgerechte, gesunde Nahrung anzubieten, etwas mit dem Thema Ernährung beschäftigen.

 

 

 

 

 
 
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