Als Faustregel gilt:

1/3 Kohlehydrate

1/3 Gemüse

1/3 Fleisch

Junge, sehr aktive Hunde brauchen etwas mehr Fleisch, ältere Semester deutlich weniger. Wir bevorzugen Rindfleisch, da Huhn/Pute oft höher belastet sind als Rind. Natürlich darf es auch Fisch sein. Allerdings sollte man darauf achten, dass es sich möglichst um heimische oder nicht bedrohte Fischarten handelt. Thunfisch ist sehr oft stark mit Schwermetallen belastet und sollte daher nicht oft auf dem Speiseplan stehen. Daß nur Thunfisch aus delphinsicheren Fangmethoden verwendet wird, versteht sich von selbst. Im Zweifel lieber nicht.

Grundrezept:

Rindfleisch, Huhn/Pute oder Fisch (s. Anmerkung zuvor) klein schneiden, mit klein geraspelten Möhren und etwas Wasser zu einer Art Gulasch kochen.

In Portionen einfrieren.
Kein Salz oder Gewürze, kein Schweinefleisch (zu fett)!
Morgens Nudeln, Reis oder Kartoffel mit geraspelten Möhren kochen und nicht blähendes Gemüse (Zucchini, Spinat, Mangold, Fenchel etc.) kurz mitdünsten.
Täglich 1 Portion Fleisch aus der Gefriertruhe nehmen, auftauen, erwärmen und mit den Nudeln (oder Reis, oder Kartoffel), Gemüse, Quark oder Hüttenkäse und wenig Haferflocken/Gemüseflocken/Leinsamen mischen, dann kalt gepresstes Öl (s. dazu auch "Das muß rein") zugeben, und etwas Schnittkäse.

 

Diät-Menü (z.B. bei Magen oder Darmproblemen): Reis oder Kartoffeln, etwas Hüttenkäse, ganz mageres Rindfleisch

Das muß zusätzlich ins Futter rein:

Kaltgepresstes Öl: Der Tagesbedarf eines gesunden Hundes an ungesättigten Fettsäuren ist 0,5 - 1,0 g/kg Körpergewicht. Mehr ist nicht gut, da sonst bestimmte Vitamine und Mineralstoffe aus der Nahrung nicht richtig verwertet werden können. Weniger als 0,5 g/kg Körpergewicht ist ebenfalls schlecht, da sie für Stoffwechselvorgänge unverzichtbar sind. Ein Mangel an ungesättigten Fettsäuren führt zu Hautveränderungen (z. B. Schuppen), Infektionsanfälligkeit, Haarausfall etc.

Olivenöl (einfach ungesättigte Fettsäuren > 70%)

Leinöl (gesättigte Fettsäuren < 10%, dreifach ungesättigte Fettsäuren > 50%, Rest ein- und zweifach ungesättigte Fettsäuren jew. ca. zur Hälfte)

Arganöl (gesättigte Fettsäuren < 20%, dreifach ungesättigte Fettsäuren < 1%, Rest ein- und zweifach ungesättigte Fettsäuren jew. ca. zur Hälfte)

Kürbiskernöl (gesättigte Fettsäuren <20%, dreifach ungesättigte Fettsäuren < 1%, Rest ein- und zweifach ungesättigte Fettsäuren jew. ca. zur Hälfte)

Fischöl (mehrfach ungesättigte Omega 3 Fettsäuren ca. 20%) für ein glänzendes Fell und Vitalität, täglich einige Tropfen ins Futter.

Karotten, gekocht

Das darf rein:
Rohes Eigelb (max. 1 mal pro Woche)
Rinderherz, Pansen oder Rinderleber (Achtung: Rinderherz hat viele Purine und in der Leber können ggf. Schadstoffe enthalten sein. Daher lieber sparsam einsetzen, und bei empfindlichen Hunden gar nicht)
Rote Beete, Salate, wenig Erbsen, Pastinaken, Petersilienwurzel, Kräuter (Petersilie, Dill), Mangold, Spinat, Fenchel, Zucchini, Schlangengurken, Stangensellerie (kein Knollensellerie), Cicoria

Das darf nicht rein: Auberginen,Zwiebeln, Trauben, Rosinen, Bärlauch, Knoblauch und Schokolade sind giftig für Hunde. Im Zweifel bitte immer unter: http://www.vetpharm.uzh.ch/perldocs/index_x.htm (Giftpflanzendatenbank der Universität Zürich) nachschauen!

Naturknochen (z.B. vom Kalb/Rind oder Parmaschinkenknochen etc.) dürfen niemals gegessen werden - nur gekaut. Vollständig aufgegessen können sie von starker Verstopfung bis hin zum Darmverschluss führen. Vor allem gekochte Geflügelknochen können die Darmwand verletzen und somit lebensbedrohlich sein.

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