Zahnverletzungen

Die Zähne unserer Hunde nutzen sich im Laufe der Zeit ab. Vor allem wenn kleine Steinträger dabei sind. Normaler Abrieb ist nicht behandlungsbedürftig. Sobald jedoch der Pulpakanal eröffnet ist, können Bakterien eindringen, was neben großer Schmerzen auch eine Entzündung bis hin zum Kieferknochen bedeuten kann. Ein solcher Zahn ist als medizinischer Notfall zu sehen, der sofort behandelt werden muß. Auch als Laie kann man das leicht selbst sehen.
Ein rötlich verfärbter Zahn ist nicht normal, auch wenn einige das behaupten.

 

Auch wenn der Pulpakanal noch nicht geöffnet ist sollte ein Tierzahnarzt konsultiert werden. Der Zahn könnte durch den Abbruch Haarrisse aufweisen, die man mit bloßem Auge so nicht sehen kann, was zu einem tiefen Bruch bis in die Zahnwurzel hinein führen kann. Wenn das passiert, kann der Zahn meist nicht mehr erhalten werden.

Eckzahn, Abbruch bis zum Zahnfleisch. Der Zahn mußte entfernt werden

Oft wird unterschätzt wie wichtig die Zähne für unsere Hunde sind. Das Maul und die Zähne entsprechen unseren Händen und Fingern. Fehlen z.B.
die Eckzähne auf einer Seite entspricht das in etwa, wenn uns Menschen Daumen und Zeigefinger fehlen würden. Jeder kann sich vorstellen, wie viel schwieriger es ist dann greifen zu können.
Darüber hinaus sind viele allgemeine Krankheiten auf defekte Zähne zurückzuführen. Genauso wie bei uns Menschen. Jeder weiß, daß "schlechte" Zähne das Herz etc. schädigen können und die Gesundheit nachhaltig beeinflussen. Das ist auch bei unseren Tieren so.
Es ist ratsam, das Maul und die Zähne einmal jährlich von einem Tierzahnarzt anschauen zu lassen. Bei den Impfungen prüft der Tierarzt zwar auch die Zähne, jedoch meist eher nachlässig. Professionelle Zahnbehandlungen sind sehr teuer und immer mit einer Narkose verbunden. Vorbeugen ist die bessere Alternative.

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