Durchfall/Verstopfung/Erbrechen

Durchfall: Hunde sind Allesfresser und lieben verdorbene Nahrung. Der Darm ist deshalb so eingerichtet, daß gesundheitsgefährdende Stoffe durch Durchfall abgestoßen werden. Zunächst ist deshalb Durchfall nichts Besonderes. Sollte er länger als 1 Tag anhalten und eine ernsthafte Erkrankung ausgeschlossen sein, kann man etwas Heilerde aufs Fressen und Bananen geben. Bei sehr wässrigem Durchfall auch Kohletabletten. Bei länger anhaltenden, blutigen oder schleimigen Durchfällen sollte besser ein Tierarzt aufgesucht werden.

Verstopfung: Zunächst muß abeklärt werden, ob eventuell ein Fremdkörper aufgenommen wurde. Falls nicht, etwas mehr Öl ins Fressen und bei ganz starker Verstopfung ein Zäpfchen aus Kokosfett schnitzen und in den Enddarm eingeben. Es gibt Hunde, die eher zu Verstopfung neigen. Dazu gehört unsere Gina. Nach sehr langer, fast zermürbender Suche nach der Ursache konnten wir herausfinden, daß sie einen wesentlich höheren Fettbedarf hat als andere Hunde. Das ist sehr selten, kommt aber vor. Es ging soweit, daß sie zeitweise gar keinen Stuhl mehr absetzen konnte. Es gibt zwei Möglichkeiten den erhöhten Fettbedarf auszugleichen. Einmal über das Futter, wobei die Gefahr besteht, dass der Hund zu dick wird. Zum anderen über den Enddarm. Dort wird Fett nicht mehr als Nährstoff aufgenommen und „schmiert“ sozusagen nur. Sie bekommt seit Jahren täglich ein Kokosfett-Zäpfchen (3g). Seitdem ist sie komplett beschwerdefrei… und es hat noch einen kleinen – natürlich nicht wissenschaftlich bewiesenen - Nebeneffekt: sie hat nur ganz selten Zecken.

 

Erbrochenes immer genau anschauen auf Auffälligkeiten: Ist eventuell ein Fremdkörper dabei, kann man verdorbene, nicht gefütterete Nahrung oder Würmer erkennen. Hat man einen Verdacht, daß der Hund Gift gefressen haben könnte, unbedingt eine Probe des Erbrochenen mit zum Tierarzt nehmen. Manchmal spucken Hunde eine Art gelblichen Schleim. Das ist meist ungefährlich und tritt 1-2 mal, niemals über mehrere Tage auf. Bei erbrochenem Schaum bitten den Tierarzt aufsuchen.

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